Innenminister Herrmann mit Geehrten
© Giulia Iannicelli

Herrmann händigt Bundesverdienstkreuz am Bande und Kommunale Verdienstmedaillen aus

Erlangen, 26. Juli 2019 (stmi). Innenminister Joachim Herrmann hat in Erlangen das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Manfred Geyer aus Weihenzell und Altbürgermeister Franz Schmuck aus Ammerndorf ausgehändigt, die sich im genossenschaftlichen wie im kommunalpolitischen Bereich vorbildlich für ihre Mitmenschen eingesetzt haben.

Außerdem verlieh der Innen- und Kommunalminister die Kommunale Verdienstmedaille in Silber und Bronze sowie die Kommunale Dankurkunde an 31 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus dem Regierungsbezirk Mittelfranken. Diese haben sich durch ihre langjährige Tätigkeit als Mandatsträger oder in anderen kommunalen Ehrenämtern um die kommunale Selbstverwaltung verdient gemacht. "Sehen Sie die heutige Auszeichnung als sichtbaren Ausdruck der Anerkennung und des Respekts dafür", sagte Herrmann, der sich auch im Namen der gesamten Bayerischen Staatsregierung bedankte.

"Sie alle haben mit großer Verantwortungsbereitschaft die kommunale Selbstverwaltung mit Leben erfüllt und wertvolle demokratische Basisarbeit geleistet", lobte Herrmann die Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker. "Wenn wir uns die aktuelle gesellschaftliche Entwicklung in unserem Land vergegenwärtigen, ist es umso wichtiger, dass sich jede und jeder Einzelne von uns für unsere freiheitliche demokratische Grundordnung engagiert. Hier kommt der Kommunalpolitik eine herausragende Bedeutung zu, denn Demokratie hat ihre Wurzeln vor Ort.", so der Kommunal- und Verfassungsminister. Nirgendwo sonst seien die konkreten Auswirkungen von positiven wie negativen Entscheidungen so unmittelbar zu spüren wie auf kommunaler Ebene. Herrmann betonte: "Um das grundgesetzlich garantierte und auch in der Bayerischen Verfassung verankerte Selbstverwaltungsrecht mit Leben zu füllen, brauchen wir Bürgerinnen und Bürger, die sich in der Kommunalpolitik engagieren und das öffentliche Leben aktiv mitgestalten. Davon lebt Demokratie!"

Aushändigung des Bundesverdienstkreuzes
© Giulia Iannicelli

Manfred Geyer aus Weihenzell, Landkreis Ansbach, hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten neben seinem beruflichen Wirken in verschiedenen herausgehobenen Ämtern im Genossenschaftswesen und der Förderung des Mittelstandes in Bayern verdient gemacht. Darüber hinaus ist er im gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Bereich ehrenamtlich engagiert. Seine berufliche Karriere startete er im Jahr 1969 als Auszubildender bei der Raiffeisen Volksbank eG Gewerbebank, die damals noch unter dem Namen Gewerbebank Ansbach firmierte. Im Jahr 1983 wurde er in den Vorstand berufen und stand diesem ab 1994 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand vor drei Jahren als Vorsitzender vor. Dabei verstand er es auf einzigartige Weise, die Kräfte der Region im Bankenbereich gezielt zu bündeln, um die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit zum Wohle der Kunden und Genossenschaftsmitglieder zu stärken. Sein besonderer Einsatz galt hierbei dem Mittelstand, aber auch der Förderung des Unternehmernachwuchses.

Daneben engagierte er sich fast zwei Jahrzehnte lang im Industrie- und Handelsgremium Ansbach und war seit 2000 Mitglied der Vollversammlung der 'IHK Nürnberg für Mittelfranken'. Auch für die Europäische Metropolregion Nürnberg trat er ein und erreichte mit seinem couragierten Einsatz, dass sich die Volks- und Raiffeisenbanken finanziell und ideell maßgeblich engagierten. Seit dem Jahr 2000 ist er Mitglied des Kuratoriums der 'Stiftung für Kinder und Jugendliche' der Diakonie Neuendettelsau. Weitere Ehrenämter im Hochschul- sowie im Stiftungsrat der Hochschule Ansbach runden sein Engagement für die Jugend ab. Auch für die ältere Generation setzt er sich ein. So wirkt er bereits seit zehn Jahren als Vorstandsmitglied und Schatzmeister im Förderkreis Geriatrie Ansbach e. V. am Bezirksklinikum Ansbach. Im Genossenschaftsverband Bayern war er viele Jahre Vorsitzender des Kreisverbandes Ansbach, Mitglied der Vertreterversammlung und zahlreicher Ausschüsse und Arbeitskreise sowie Bezirkspräsident für Mittelfranken. Er gehörte zudem über viele Jahre dem Verbandsrat an, zuletzt als dessen stellvertretender Vorsitzender. Darüber hinaus war er auch in vielen anderen Gremien aktiv, wie etwa beim Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken, im Genossenschaftsbeirat der Allianz AG oder als stellvertretender Vorsitzender der 'Raiffeisen/Schulze-Delitsch Stiftung' Bayerischer Genossenschaften, um nur einige zu nennen.

Aushändigung des Bundesverdienstkreuzes
© Giulia Iannicelli

Franz Schmuck aus Ammerndorf, Landkreis Fürth, ist als Altbürgermeister des Marktes Ammerndorf, ehemaliges Mitglied des Kreisrates Fürth und Inhaber zahlreicher weiterer Ehrenämter in Vereinen und Verbänden ein lebendiges Beispiel für herausragendes kommunalpolitisches und ehrenamtliches Engagement vor Ort. Bereits in jungen Jahren übernahm er in seinem Heimatverein, dem Turn- und Sportverein Fürth e. V., Verantwortung und wurde mit 23 Jahren Leiter der frisch gegründeten Badminton-Abteilung. Doch sein Engagement um den Sport, vor allem um den Badmintonsport, beschränkte sich nicht nur auf einen Verein. So war er zudem Mitglied und Abteilungsleiter im TSV Wachendorf und aktives Mitglied beim TSV Ammerndorf, an dessen Spitze er auch einige Jahre als 1. Vorstand stand. Daneben hat er sich auch überregional im Bereich des Sports engagiert. Er war unter anderem Bezirkssportwart beim BLSV-Sportbezirk Mittelfranken sowie mittelfränkischer Bezirksvorsitzender im Badminton.

Auch neben dem Sport hat er sich in zahlreichen Ehrenämtern in verschiedenen Vereinen und Gruppierungen engagiert. So ist und war er unter anderem Mitglied im Imkerverein, Vorsitzender des Feuerwehrvereins, Mitglied im Sängerkreis, in der Schützengesellschaft, bei den Modellbahnfreunden, Kassier beim VdK-Ortsverband und Vorsitzender sowohl des Heimat- und Gartenbauvereins als auch des Dorfkindervereins. Vor allem als Initiator und Gründungsmitglied des 'Heimat- und Gartenbauvereins Ammerndorf 1893 e. V.' hat er maßgeblich dazu beigetragen, dass viele Neuerungen im Ortsbild entstanden sind. Unter seiner Ägide wurde der Ammerndorfer Herbstmarkt wiederbelebt. 1988 regte er zudem die Erstellung eines Heimatbuches an. Neben all den Ehrenämtern hat er auch auf kommunalpolitischer Ebene einiges bewegt und angestoßen. Bereits ab 1984 war er Mitglied des Marktgemeinderates Ammerndorf und hat zahlreiche Initiativen und Ideen in das Gremium miteingebracht. 1990 wurde er zum Ersten Bürgermeister gewählt, bis 2002 ausschließlich auf ehrenamtlicher Basis. Ab 2002 war er hauptamtlicher Erster Bürgermeister und nach insgesamt 24 erfolgreichen Jahren endete 2014 seine letzte Amtszeit.

Mit der Kommunalen Verdienstmedaille in Silber werden geehrt:

  • Ullrike Knoch, Mitglied des Stadtrats Röthenbach a.d.Pegnitz
  • Siegfried Mücke, Mitglied des Marktgemeinderats Allersberg
  • Peter Müller, Zweiter Bürgermeister der Gemeinde Wilhelmsdorf
  • Robert Westphal, Stellvertreter des Landrats des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen und ehemaliger Erster Bürgermeister der Gemeinde Meinheim

Mit der Kommunalen Verdienstmedaille in Bronze werden geehrt:

  • Günther Babel, Ehemaliger Erster Bürgermeister der Stadt Wassertrüdingen, ehemaliges Mitglied des Kreistags Ansbach und ehemaliges Mitglied des Bayerischen Landtags
  • Robert Goth, Dritter Bürgermeister der Stadt Herrieden
  • Herbert Knoll, Ortssprecher des Ortsteils Aue des Marktes Thalmässing
  • Georg Kolb, Dritter Bürgermeister des Marktes Dürrwangen
  • Christine Lämmermann-Meier, Zweite Bürgermeisterin der Gemeinde Tuchenbach
  • Jürgen Mack, Dritter Bürgermeister des Marktes Dentlein a.Forst
  • Dr. Elisabeth Preuß, Dritte Bürgermeisterin der Stadt Erlangen
  • Johannes Schalwig, Erster Bürgermeister des Marktes Heroldsberg
  • Otto Schuldes, Zweiter Bürgermeister des Marktes Dentlein a.Forst
  • Robert Thaler, Mitglied des Stadtrats Erlangen
  • Herbert Weigel, Zweiter Bürgermeister der Gemeinde Westheim

Mit der Kommunalen Dankurkunde werden geehrt:

  • Manfred Albert, Mitglied des Stadtrats Treuchtlingen
  • Edelgard Bernreuther, Ortssprecherin des Ortsteils Hagenich des Marktes Thalmässing
  • Roland Blaufelder, Ehemaliger dritter Bürgermeister der Gemeinde Wilhelmsdorf
  • Günther Buckel, Dritter Bürgermeister der Gemeinde Burgsalach
  • Walter Ferbar, Mitglied des Marktgemeinderats Weisendorf
  • Karlheinz Gottschalk, Mitglied des Stadtrats Altdorf b.Nürnberg
  • Gerhard Grau, Mitglied des Stadtrats Roth
  • Werner Hubl, Mitglied des Gemeinderats Wilhelmsdorf
  • Hartwig Kohl, Mitglied des Gemeinderats Reichenschwand
  • Norbert Kühnl, Mitglied des Gemeinderats Wilhelmsdorf
  • Günter Lechler, Ortssprecher der Ortsteile Esbach, Ketschenweiler und Rauenstadt der Stadt Dinkelsbühl
  • Adolf Pohl, Mitglied des Stadtrats Lauf a.d.Pegnitz
  • Klara Schneider, Ehemaliges Mitglied des Gemeinderats Wilhelmsdorf
  • Horst Schrödl, Mitglied des Gemeinderats Diespeck
  • Wolfgang Trumpp, Mitglied des Stadtrats Feuchtwangen
  • Elke Tschacher, Mitglied des Marktgemeinderats Heroldsberg